COVID-19 und 3G-/2G-Regelungen

By Wolfgang Keller
Originally published 2021-09-04
Last modified 2025-10-28

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3G-/2G-Regelungen

Originally published 2021-09-04
Last modified 2022-08-01

2021-09-04

Ich denke, die von der Politik zum Kampfe gegen COVID-19 verabschiedeten 2G-/3G-Verordnungen (also Anwendung von Gewalt (Gewaltmonopol des Staates), um Einschränkungen gegen Ungeimpfte durchzusetzen) haben zentral zur Spaltung der Gesellschaft (inklusive Bildung von massiven Meinungsfronten, „die gar nicht mehr miteinander reden wollen/können“) und damit massiven Eskalation der Situation beigetragen.

Vorher war die Situation folgende: Wer sich aus irgendwelchen Gründen nicht impfen lassen will, konnte das meist tun und wurde damit im Allgemeinen in Ruhe gelassen. Leben und leben lassen.

Nun haben wir die Situation: Wer sich nicht impfen lassen will, kommt nicht umhin, massiv für seine Position zu kämpfen und sich gegen die Politik zu radikalisieren. Da behaupte einer, die Politik wolle etwas gegen die Spaltung der Gesellschaft tun.

Ergänzung 2021-10-09 (modified 2021-10-13)

Ein weiterer Punkt: Jeder, der sich für Wirtschaft interessiert, weiß, dass Märkte auf Incentives reagieren. Durch die 3G-/2G-Regelungen wird nun für Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen (aus welchem Grund auch immer), das Incentive geschaffen, an COVID-19 zu erkranken, um als genesen zu gelten (um damit wieder Zutritt zu erlangen (2G) beziehungsweise sich nicht testen lassen zu müssen (3G)).

Was bedeutet das? Das bedeutet, dass Menschen, die

(der erste Punkt legt typischerweise nahe, dass auch der zweite und dritte zutrifft) nun einen enormen Anreiz besitzen, bezüglich einer Verbreitung von COVID-19 ein bewusst riskantes Verhalten an den Tag zu legen, um (mit leichten oder akzeptablen Synptomen) an COVID-19 zu erkranken und dann als genesen zu gelten.

Kurzum: Die 2G-/3G-Regeln legen aus ihrer Natur heraus ein rationales Verhalten nahe, welches eine Verbreitung von COVID-19 geradezu gezielt fördert.

Ergänzung 2021-11-05

Man stelle sich vor, auf den an allen möglichen Speiselokalen, Museen, Theatern, … hängenden Zetteln zu den 3G- beziehungsweise 2G-Verordnungen würden statt Diskriminierungsmaßnahmen gegen Ungeimpfte, Ungenese und Ungetestete stattdessen Diskriminierungsmaßnahmen gegen Juden, Neger und Zigeuner verkündet werden: Welch einen Aufschrei gäbe das von Institutionen von gesellschaftlicher Bedeutung wie Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, …, deren Vertreter dann in zahlreichen Sonntagsreden ein Eintreten für Solidarität und Zivilcourage gegen eine Diskriminierung von Bevölkerungsgruppen einfordern würden.

Dass eines unmissverständlich klar ist: Ich positioniere mich klar und deutlich gegen gezielte (in diesem Falle sogar staatlich verordnete) Diskriminierungsmaßnahmen zu Lasten von Bevölkerungsgruppen und finde es zutiefst erschreckend, wie viel Rückhalt solche in der Bevölkerung besitzen.

Sollte man sich gegen COVID-19 impfen lassen?

Originally published 2025-10-28
Based on a text originally written 2021-11-21
Last modified 2025-10-28

Ob ich mich nie gegen COVID-19 impfen lassen werde, kann ich nicht sagen. Ich kann aber sagen, warum ich mich bislang nicht gegen COVID-19 impfen ließ und warum, wenn sich nicht massiv etwas an der politischen Lage ändern wird, ich bei dieser Entscheidung bleiben werde.

Wer meine Internetbeiträge verfolgt, weiß, dass ich mich von Anfang an auf beide Szenarien vorbereitete: sowohl mich gegen COVID-19 impfen zu lassen als auch mich einem Druck von außen, mich impfen zu lassen, massiv zu widersetzen.

Somit: Ich habe mich bislang nicht gegen COVID-19 impfen lassen, weil [!] die 3G-/2G-Maßnahmen verabschiedet wurden.

Wenn diese nicht verabschiedet worden wären, so wäre die Situation die, welche ich schon seit Langem in meinen Internetbeiträgen niederschreibe: Analysiert, welchem Risiko ihr aufgrund eurer Lebensweise (inklusive Beruf) und gesundheitlichem Zustand (inklusive Alter) ausgesetzt seid und entscheidet euch aufgrund dieser Eigenschaften für oder gegen eine Impfung gegen COVID-19 (unter Berücksichtigung eurer eigenen Risikoaffinität bzw. Risikoaversion).

Dies ist aber nicht die Situation, welche vorliegt.

Die vorliegende Situation ist vielmehr die, dass die Regierung Verordnungen verabschiedet hat, um mit Gewalt (Gewaltmonopol des Staates) gegen Ungeimpfte vorzugehen.

Man stelle sich vor, die Bundesregierung hätte statt Maßnahmen gegen Ungeimpfte, Ungetestete und Ungenesene analoge Maßnahmen gegen andere „gesellschaftlich unerwünschte Gruppierungen“ erlassen. Man stelle sich vor, auf den an allen überall hängenden Zetteln zu den 3G- bzw. 2G-Verordnungen würden statt Diskriminierungsmaßnahmen gegen Ungeimpfte, Ungenese und Ungetestete stattdessen Diskriminierungsmaßnahmen gegen Juden, Schwule und/oder Zigeuner verkündet werden: Welch einen Aufschrei gäbe dies (zu Recht!) von Institutionen von gesellschaftlicher Bedeutung wie Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, …, deren Vertreter dann in zahlreichen Sonntagsreden ein Eintreten für Solidarität und Zivilcourage gegen eine Diskriminierung von Bevölkerungsgruppen einfordern würden.

Dass eines noch einmal unmissverständlich klargestellt ist: Ich positioniere mich klar und deutlich gegen gezielte (in diesem Falle sogar staatlich verordnete) Diskriminierungsmaßnahmen zu Lasten von Bevölkerungsgruppen und finde es zutiefst erschreckend, wieviel Rückhalt solche in der Bevölkerung besitzen.

Ein Sich-Impfenlassen aufgrund der 2G-/3G-Regelungen (also insbesondere aus einem anderen Grund als der inneren Überzeugung) bedeutet eine explizite Befürwortung dieser massiven Diskriminierung von ernstzunehmenden Teilen der Bevölkerung. Eine solche Befürwortung kann ich ethisch nicht verantworten, weswegen ich mich (trotz des damit verbundenen Risikos) gegen eine Impfung gegen COVID-19 entschied.

Um es noch einmal kurz und explizit zu machen: Auf Angebote von Gruppierungen, die mit Drückerbandenmethoden arbeiten, gehe ich grundsätzlich nicht ein, selbst wenn sie "objektiv gesehen" zu meinem Vorteil sein mögen.

Wenn man vor die Wahl zwischen Zuckerbrot und Peitsche gestellt wird, werde ich mich jedes Mal ohne zu zögern für die Peitsche entscheiden. Der Grund: Weil ich den verbrecherischen Menschen bzw. die verbrecherische Institution, die mich vor eine solche Wahl stellt, nicht respektiere und niemals respektieren werde.

Um eines explizit darzustellen:

so werde ich in Abhängigkeit dessen, in welchem Maße COVID-19 dann noch ein ernstzunehmendes Risiko darstellt, mich für oder gegen eine Impfung gegen COVID-19 entscheiden – aber nicht davor.

In diesem Sinne bin (und war) ich nie ein Impfgegner, aber dafür war, bin und werde ich immer ein entschiedener Politikgegner sein und bleiben.

Addendum 2025-10-28: Wenn ich mir allerdings rückblickend betrachte, mit welchen Methoden die „Impf“‐(Genspritzen‐)Industie zu Zeiten der P(l?)andemie arbeitete, so sollte ich mir die Frage stellen, ob ich kein Impfgegner bleiben will.

Sollte ich aufgrund dieser Entscheidung an COVID-19 draufgehen, so ist möge dieser Beitrag der sein, welcher die Essenz von dem isoliert, was ich der Welt zu diesem Thema mitteilen will.

Wichtige Ergänzung 2025-10-28: Ich habe mir über den gesamten Zeitraum der P(l?)andemie und bis heute (2025-10-28) keine Genspritze gegen COVID-19 geben lassen – und bin daran nicht draufgegangen, auch wenn mir dies zahlreiche Mitmenschen prophezeiten und dies wahrscheinlich so einige Mitmenschen sogar erhofften.